Weltbürgertum und MündigkeitEin Beitrag zum neuen Weltbürger-Bewußtsein
Wie die Realität zeigt, entstehen in unserer Zeit immer wieder gewaltsame Konflikte, in denen religiöse oder ethnische Gründe eine übergeordnete Rolle spielen. Zu viele Menschen gründen ihre Identität noch in diesen abgrenzenden Bereichen, sie haben die Grenzen zum freien, zum eigen- und mitverantwortlichen universellen Menschentum noch nicht überschritten.
Sind Christ und Jude eher Christ und
Jude, als Mensch? Ein Maßstab für die Fähigkeit zum Überschreiten der Grenzen könnte der erweiterte Begriff der Mündigkeit sein. Mündigkeit nicht nur in dem bisher hauptsächlich verwendeten rechtlichen Sinn von Volljährigkeit und Geschäftsfähigkeit, sondern erweitert im Sinn der Fähigkeit, sich selbst kritisch wahrnehmen und sich in eine bewußte Beziehung zum Weltganzen bringen zu können. Kriterien der Mündigkeit
Mündigkeit bedeutet
Kriterien der Unmündigkeit
Unmündigkeit ist
Mündigkeit in einem erweiterten, umfassenden Sinn verstanden wäre ein wichtiger Maßstab zur Verwirklichung des Menschen, gemäß seiner von der Natur her gegebenen Anlagen, zu einem stabilisierenden Faktor der Evolution. Die übergeordnete Orientierung könnte das Ideal von einem universellen Humanismus, vom verantwortlichen Menschentum sein, das alle Menschen unserer einen Welt vereint und zu sozial und ökologisch handelnden Gemeinschaftswesen führt, die zu einem friedlichen Miteinander mit ihren Mitmenschen und mit der Natur fähig und willens sind. Eine friedliche Welt braucht ein Weltbürgertum, und dieses Weltbürgertum braucht friedensfähige, das heißt mündige Menschen.
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Aktualisiert am 14.02.09